Herzlich willkommen bei gerd keil!


Anders Denkende
sind oft anders,
als wir denken.
Ernst Ferstl





Kinder erleben ihre Welt 

 

Mit einer schnellen Lieferung und noch dazu versandkostenfrei können Sie es hier bestellen.

 

Leseprobe

 

Zwei kleine Igel, Mäxchen und Susi, verließen an einem warmen Herbstmorgen ihr sicheres Versteck. Das hatten Mama und Papa gemeinsam mit viel Mühe erbaut. Sie liefen direkt in den Wald. Da waren viele große Bäume. Einige hatten schon ihr buntes Herbstkleid angezogen. Andere waren noch voll von dem grünen Laub und wieder andere trugen nur noch die kahlen Äste, an denen sich fast kein einziges Blatt mehr befand. „Sind die hoch“ sagten die zwei und dachten darüber nach wie schön es doch wäre all diese bunten Blätter an den Bäumen einmal von oben sehen zu können.

Susi sagte zu ihrem großen Bruder: „Wenn wir keine Igel, sondern Vögel wären, könnten wir hoch in den Himmel steigen. Höher und immer noch höher würde ich dann fliegen“. Als sie das Wort: „Ich“ benutzte hörte Mäxchen noch aufmerksamer zu und er wurde ein wenig traurig. Warum sprach Susi auf einmal in der Ich-Form? Das wollte er natürlich gleich von ihr wissen und so fragte er sie, warum sie allein immer höher fliegen wollte. „Ach, das habe ich nicht so gemeint“ erwiderte sie auf seine Frage.  Irgendwie konnte Mäxchen das aber nicht glauben und er beschloss, gleich am nächsten Tag zu der nahegelegenen Lichtung zu laufen. Am besten gleich ganz früh am Morgen, wenn alle noch schliefen. Dann könnte er seinem allerbesten Freund, dem Rehkitz Florian davon erzählen. Mal sehen, was er dazu sagen würde, dass seine kleine Schwester, wenn sie ein Vogel wäre, allein ganz hoch in den Himmel steigen wollte.

So ging er am Abend wie immer unter die großen Ahornblätter, rollte sich zusammen aber, obwohl dass seine liebste Stelle in der Igelwohnung war, konnte er nicht einschlafen. Er stellte sich vor wie er als Igeljunge seiner kleinen Schwester beim Fliegen zusah. Diese Vorstellung ließ ihn nicht einschlafen und er drehte sich hin und her. Dabei raschelte das Laub so laut, dass Mama und Papa wach wurden. Susi jedoch schlief fest und schien auch etwas Schönes zu träumen, denn ihr kleines Igelmündchen fing hin und wieder an zu lächeln. Ob Susi wohl gerade vom Fliegen träumt? Dann schob sich ein Blatt beiseite und Mama kam herein. „Was ist los mit dir, mein liebes Mäxchen“?

Mäxchen erzählte ihr, was seine kleine Schwester und er am Morgen so erlebt hatten und auch von Susis Gedanken. Mama aber erklärte Mäxchen, dass dies nicht ginge. „Schließlich sind wir Igel“ sagte sie zu ihm „und Igel können nun einmal nicht fliegen“ fuhr sie fort. „Komm“, sagte sie dann, „kuschele dich an meinen warmen, weichen Bauch und denke daran, dass es morgen früh ein leckeres Apfelfrühstück gibt“.

„Oh“! fiel ihr ein. Das wollte ich doch noch gar nicht verraten, aber nun ist es doch passiert. Papa und ich waren am Nachmittag in der Nähe von diesen Zweibeinern. Manche sind ja nett, aber manche fahren mit ihren lauten vierrädrigen Kisten so schnell, da muss man sich ganz schön beeilen um über den breiten Weg zu kommen. So waren wir gestern bei einem netten Zweibeiner im Garten und auf dem Boden lagen noch zwei große, rote Äpfel. Da haben wir nicht lange überlegt und jeder einen Apfel mitgenommen.

„Haben wir ein Glück gehabt, dass es gleich zwei waren, denn man bekommt nicht immer das, was man gernhat oder sein möchte.“


Wenn Sie möchten, können Sie das Buch auch bei mir bestellen und per PayPal bezahlen.